Wechseljahre: 5 Mythen, die sich hartnäckig halten

02. März 2021

Mythos 1: Die Wechseljahre beginnen um die 50

Falsch. Tatsächlich beginnen die Wechseljahre, wenn die Eierstöcke allmählich weniger Geschlechtshormone produzieren, die Monatsblutung unregelmäßiger werden und schließlich ganz ausbleiben. Der Beginn der Wechseljahre ist von Frau zu Frau verschieden. Im Durchschnitt sind die Frauen in Deutschland um die 51 Jahre alt. Doch bei manchen Frauen setzt die Menopause, die Zeit in der über 12 Monate keine Regelblutung mehr auftritt, erst mit 55 ein. Oftmals beginnen die Wechseljahre jedoch mit Mitte 40, manchmal sogar schon vor dem 40. Lebensjahr. Der Beginn der Wechseljahre ist also vollkommen individuell.

Mythos 2: Depressionen sind ein Symptom der Wechseljahre

Nein. Psychische Probleme, so auch Depressionen, gehen eher auf veränderte Lebensumstände zurück: Die Kinder sind aus dem Haus, im Job drängen jüngere Kollegen nach, Eltern werden pflegebedürftig. Für manche Frauen kommt da einiges zusammen, was sie anfälliger für psychische Krisen macht. Mit dem Hormonumbau hat dies allerdings nichts zu tun.

Mythos 3: Die Wechseljahre ruinieren die Figur

Jein. Zwischen 40 und 60 Jahren nehmen Frauen durchschnittlich zehn Kilogramm zu. Das hängt hauptsächlich damit zusammen, dass der Kalorienbedarf sinkt, die Essgewohnheiten aber die alten bleiben. Was stimmt: Der niedrige Östrogenspiegel steigert den Appetit, bremst aber die Bewegungslust. Zudem beeinflussen die Wechseljahre die Fettverteilung, wodurch zusätzliche Pfunde etwa am Bauch sichtbar werden und die Silhouette gedrungener wirkt.

Mythos 4: Ohne künstliche Hormone geht es nicht

So dachte man früher. Doch hält auch hier die Natur Alternativen bereit. Mit Phytohormonen, wie sie zum Beispiel in Sojabohnen, Rotklee, Hopfen oder auch im Leinsamen vorkommen, kann ebenfalls eine Östrogen-Ersatztherapie durchgeführt werden. Dadurch können die Auswirkungen der Wechseljahre, wie Hitzewallungen oder auch Osteoporose, abgemildert werden.

Mythos 5: Keine Lust mehr auf Sex

Das stimmt nur teilweise. Zwar schwindet die Lust bis zu einem gewissen Grad. Doch ob eine Frau Lust auf Sex hat, hängt von vielen Faktoren ab. Etwa von der Tatsache, ob sie ihren Partner noch attraktiv findet. Auch ein bisher nicht vorhandener Speckring um die Taille kann die Lust dämpfen.

Zum Weiterlesen: Broschüre zur Frauengesundheit von ALIUD